Ansprache zu "SILENT SMILE"
von Ute Fischer:

UEBER DIE ENTSTEHUNG

ESSAY

WENN MAN REINSCHAUT

WENN MAN RAUSSCHAUT

DETAIL - ANSICHTEN

WO ES BISHER WAR

Die Fantastischen und gleichzeitig poppig-surrealen Bilder der Künstlerin haben viele schon immer in ihren Bann gezogen und zum darin Versinken eingeladen. Man kann sich der Anziehungskraft der Bilder von Gpunkt Finderin schwer entziehen und genau das ist wohl auch die Absicht der Künstlerin, denn dieses Mal ist sie noch einen Schritt weiter gegangen und wir können oder müssen jetzt tatsächlich in das "begehbare Bild" eintreten. Das bedeutet zunächst einmal eine "Attacke" auf die Sinne, umso mehr, als dass das "begehbare Bild" weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Es setzt keine Rahmen und keine Grenzen, sondern lässt es dem Betrachter frei, wohin er seinen Blick lenken will. Man ist umgeben von einer eigenen, abgeschlossenen Welt. Und es könnte einem möglicherweise schwindelig werden, also Vosicht!
Seit ihrer Kindheit malt die Künstlerin, die als Autodidaktin ihren eigenen Stil gefunden hat. Gerne bezeichnet sie sich auch als "Punk in der Kunstszene", um damit auszudrücken, dass sie Kunst nach ihren eigenen Regeln macht. Die erste dieser Regeln besteht sicherlich in ihrer radikalen Subjektivität. Mit ihrer Malerei drückt sie ihre Empfindungen, ihre spirituellen Ideen und Träume, vielleicht auch Wünsche aus. Dabei scheut sie sich nicht zu sagen, dass sie in ihrer Kunst ihr Herz sprechen lässt und ihre Hand ihr dabei als Dolmetscher dient. Das ganz persönliche Empfinden, die eigene Bildwelt und Poesie und die eigenen Träume nach außen zu tragen und nicht zu verschließen und damit andere vielleicht dazu zu ermuntern, es ebenso zu tun, ist eines ihrer Anliegen.
Da die Motive, wie sie sagt, frei aus dem jeweiligen Moment heraus erschaffen werden, scheint jedes von ihnen bereits das nächste immer schon in sich zu tragen, so dass das ganze Bild stetig, und wie organisch, aus einer inneren Ordnung heraus wächst. Auf diese Weise entstehen ihre wundersamen Bilder und Welten, in denen Humor und Liebe, Sexualität und Spiritualität gleichermaßen thematisiert werden.
So ist auch die Welt des begehbaren Bildes "silent smile", zugleich Innenwelt der Künstlerin, ihrer Träume und Fantasien, aber auch ein Angebot oder eine "neue" Welt für den Betrachter. Und indem dort die Dinge gar nicht so verstellt oder verschlüsselt sind, sondern ungeheuer offen und einladend, will die Künstlerin dem Beschauer die Freiheit geben, selbst zu träumen, wiederzuerkennen, neu zu entdecken und sich darin zu versenken.

Wir hoffen, dass ihr ebenso viel Genuss und Freude daran haben werdet, wie die, die es malte.